23.06.2011

Fahrplan für Bürgerbahnhof Sulzfeld steht

Das Leutkirchr Modell scheint nun konkret Schule zu machen. Im badischen Sulzfeld werden die Pläne für einen Bürgerbahnhof nach dem Modell Leutkirch immer konkreter. Eine Bürgerin von Sulzfeld war durch einen Fernsehbeitrag auf den Leutkircher Bürgerbahnhof aufmerksam geworden. Im Frühjahr waren dann Sulzfelder Vertreter aus der Verwaltung, aus dem Gemeinderat und aus der Wirtschaft in Leutkirch und haben sich bei den Leutkircher Vorständen Christian Skrodzki und Axel Müller über den Leutkircher Bürgerbahnhof informiert. Skrodzki und Müller sind kommenden Sonntag nach Sulzfeld eingeladen um der dortigen Bevölkerung über den Leutkircher Bürgerbahnhof zu erzählen. Mehr unter www.bürgerbahnhof-sulzfeld.de

 

Hier ein Pressebericht aus der Heilbronner Stimme:

Fahrplan für Bürgerbahnhof steht

Sulzfeld - Das Projekt ist ambitioniert. Über Genossenschaftsanteile sollen Sulzfelder 300.000 Euro beisteuern, damit die Sanierung des maroden Bahnhofs anlaufen kann. Gerold Kraus, der das Modell Bürgerbahnhof gemeinsam mit Christoph Zehender vorantreibt, ist guter Dinge. Der Fahrplan steht. „Im September wollen wir loslegen“, kündigt Kraus an. Wunschtermin für die Eröffnung: April 2012. Am 26. Juni ist eine große Informationsveranstaltung geplant.
 
Die Idee ist aus der Not geboren, sie gewinnt aber immer mehr an Fahrt. Der Gemeinde fehlt das Geld, um das Gebäude herzurichten. Eine noch zu gründende Genossenschaft soll Anteile in einer Stückelung von 1000 Euro herausgeben. Die Investoren dürfen im Gegenzug mit einer bescheidenen Verzinsung ihrer Anteile rechnen. Vergangene Woche hatten Zehender und Kraus, die bei dem Projekt die Koordination übernommen haben, einen Termin beim Badischen Genossenschaftsverband. Ein Gemeinschaftsraum, eine Kochschule, Büros und Praxen sollen im alten Bahnhof unterkommen.
 
Bei der Sanierung ist dann ein gutes Stück ehrenamtliche Eigenarbeit der Sulzfelder gefragt. Die Kosten werden auf eine halbe Million Euro geschätzt. Neben den Genossen ist der Staat als Zuschussgeber mit bis zu 290.000 Euro im Boot. Dieser Betrag wird aller Voraussicht nach aber nicht in voller Höhe fließen. Kraus ist überzeugt, dass sich der Aufwand lohnt. „Der Bahnhof ist bislang kein schönes Intro für Sulzfeld. Das schmerzt.“

Hintergrund: Vorbild Leutkirch

Das Projekt ist ein paar Nummern größer, trotzdem gilt es als Blaupause für Sulzfeld: In Leutkirch soll eine Genossenschaft der Bürger den historischen Bahnhof kaufen, sanieren und beleben. Gastronomie, Büros und Wohnungen sollen hier Einzug halten. „Wir haben den Nerv getroffen“, sagte Christian Skrodzki, ehrenamtlicher Vorstand der Genossenschaft, kürzlich im Gespräch mit der Kraichgau Stimme. Ein Großteil der Anteile sei bereits verkauft. Mit Sanierungskosten von mehr als zwei Millionen Euro bringt es Leutkirch auf das Vierfache des Sulzfelder Volumens. Christian Skrodzki wird am 26. Juni in Sulzfeld über seine Erfahrungen berichten. ah

 

Hier  K L I C K E N  zum Originalbericht.


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